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Die leerstehenden Opernwerkstätten | Foto: Birgit C. Dietsch
Die leerstehenden Opernwerkstätten | Foto: Birgit C. Dietsch

Die "Busch" bekommt ein neues zu Hause

Der im Dezember 2010 von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ausgelobte Realisierungs-wettbewerb für die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin Mitte, Zinnowitzer Straße, wurde nach eintägiger Sitzung des Preisgerichts am 24. Februar 2011 entschieden. Die Jury empfahl einstimmig die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit des Berliner Büros "Ortner & Ortner Baukunst" zur weiteren Ausarbeitung und Realisierung.

Gegenstand des Wettbewerbs war der Umbau und die Sanierung sowie die Erweiterung des bestehenden Werkstattgebäudes der Stiftung „Oper in Berlin“ zum Hauptgebäude der Hochschule für Schauspielkunst. Das für die Hochschule für Schauspielkunst zu realisierende Raumprogramm umfasst eine Gesamt-Nutzfläche (NF) von insgesamt 8.092 m². Für die Baumaßnahme sind Gesamtkosten in Höhe von 32,5 Millionen Euro vorgegeben. Mit dem Bau der Maßnahme soll in 2012 begonnen werden. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2015 vorgesehen.

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, die als Preisrichterin an der Entscheidung mitgewirkt hatte, zeigte sich sehr zufrieden über das preisgekrönte Konzept: „Alle Arbeiten setzen sich auf einem sehr hohen Niveau und in detaillierter Ausarbeitung mit der schwierigen Aufgabe auseinander, die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ auf dem zur Verfügung stehenden, eng zugeschnittenen Grundstück unterzubringen. Das Preisgericht hat primär die Arbeiten ausgewählt, die im Bereich der Kostenobergrenze liegen und gleichzeitig ein hohes Maß an architektonischer und gestalterischer Qualität vermitteln.

Entwurf Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin, Ortner & Ortner BAUKUNST
Entwurf Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin, Ortner & Ortner BAUKUNST

Im preisgekrönten Entwurf wird der Altbau an der straßenseitigen Stirnseite mit einem zeichenhaften Turmgebäude erweitert. Damit können die darin gestapelten Probebühnen sowohl in ihrer städteräumlichen Markanz als auch in ihrer komplexen Funktionalität überzeugen. Die Erschließung im EG mit dem Foyer an der Stirnseite ist klug positioniert und gut gelöst, da alle Bereiche übersichtlich und kreuzungsfrei erreicht werden können. Insgesamt kann dieser Enwurfsansatz und seine disziplinierte Ausformulierung eine gute Lösung zur qualitätvollen und wirtschaftlichen Weiternutzung des Bestandsgebäudes entwickeln. Der Entwurf ist gekennzeichnet mit einem umsichtigen Umgang mit dem bestehenden Tragwerk."

Die Hochschule ist derzeit neben dem Hauptstandort an der Schnellerstraße in Berlin-Schöneweide noch an drei weiteren Standorten untergebracht. Der Senat von Berlin hat deshalb im Juni 2009 beschlossen, die dezentralen Hochschulstandorte aufzugeben und einen neuen Zentralstandort an der Zinnowitzer Straße in Berlin Mitte zu schaffen.

Ziel des Verfahrens war ein gestalterisch und funktional anspruchsvoller und wirtschaftlicher Entwurf zu finden, der der weit über Berlin reichenden Bedeutung der Schauspielschule gerecht wird. Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden 12 Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Tragwerksplanern eingeladen, die in einem vorangegangenen europaweiten Auswahlverfahren ausgewählt wurden.

Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, 01.03.2011