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»Ich weiß nichts. Gar nichts! … Das Ganze ist unerträglich. Ich sage: das Ganze muss ganz und gar anders werden!« 1924 hat Leonhard Frank den Roman »Der Bürger« geschrieben und hat ihn der bürgerlichen Jugend gewidmet, weil er in ihr eine vollkommen verwirrte und entkontextualisierte Generation vorfand. »Menschen, zeitlebens seelisch gefährdet, Irrenhaus oder Selbstmord! Oder bestenfalls, als Dreißigjähriger ein zuckendes Nervenbündel!« Und während Leonhard Frank mittlerweile schon fast vollkommen vergessen ist, sind seine Fragen leider notwendiger und aktueller denn je. Es geht darum, wie man heute leben kann, wenn man denn heute leben kann, ob es also ein richtiges Leben im Falschen gibt und wie denn ein richtiges Leben im Richtigen aussehen könnte. Das Stück von Simon Kubisch basiert auf folgender Ausgabe: Leonhard Frank – Gesammelte Werke in sechs Bänden. Band 3: Die Ursache. Der Bürger. Aufbau-Verlag, Berlin 1957. Aufführungsrechte mit freundlicher Genehmigung der Aufbau Verlag GmbH & Co. KG, Berlin 2012.
Wir spielen die gekürzte Fassung für das Schauspielschultreffen in Wien.