Programm

III. Festival Tschechischer Kunst und Kultur

Bewegungstheater Krepsko Prag
zweift am Freitag, dem 05.11.2004 um 20:00 Uhr

in der Parkaue 25
in unserer Studiobühne die Inszenierungen
„Schund“ und „Kenkä“

Die Gruppe „Krepsko“ ist eine der eigenwilligsten Performancegruppen in der jungen tschechischen Szene. Mit „Schund“ stellt sie einen delikaten wortlosen Dialog zweier Weintrinker dar, der unübertrefflich in seiner Unbeholfenheit und voll bitterer Komik ist. Die Performance ruft unaufdringliche Vorstellungen von Poesie und „Partner-Frieden“ hervor. „Kenkä“ ist eine abstruse Geschichte über die Begegnung eines hungrigen und eines einsamen Clowns, die Freundschaft schließen.
Der Eintritt ist frei.



Am 06. November 2004 um 20:00 Uhr
im Carrousel - Theater, nebenan, Parkaue 29
zeigt die Komödie Prag
„Rekonstruktion“ David Jarab_Oratorium

Das junge Ensemble der Komödie Prag (repräsentiert die innovativste Bewegungen des tschechischen Theaters), spielt in diesem außergewöhnlichen szenischen Oratorium die letzten Minuten des Richard Kraus, der es nicht vermochte, seinen Platz auf dieser Erde zu verteidigen und damit den Menschen in seinem Umfeld die Möglichkeit gab, zu Monstern zu werden. Die Erinnerungen von Professor Kraus gleichen einer Folge grotesker Bilder, die unmissverständlich die traumatisierende Geschichte des 20. Jahrhunderts darstellen. Der Dramatiker, Regisseur und Filmemacher David Jarab bearbeitete den ursprünglichen Text nach Motiven des Romans von Elias Canetti „Die Verblendung“.
Canetti enthüllt für die damalige Zeit sehr überraschend Mechanismen, die im Gehirn faschistische Tendenzen auslösen ­ Mechanismen, die einen Menschen in die irrationale Masse jagen, sein Urteilsvermögen schwächen und die Fähigkeit schmälern, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. „Rekonstruktion“ ist eine musikalische Theater-Inszenierung, die die Grenzen des Schauspiels überschreitet. Die Basis für das Stück bilden der Text von David Jarab und die Musik von Petr Haas. Eine äußerst aktuelle Geschichte, die absolut sehens- und hörenswert ist.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. H.-J. Menzel
Abteilungsleiter