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NIBELUNGEN | Foto: Claudia Charlotte Burchard -dogsdoor-
NIBELUNGEN | Foto: Claudia Charlotte Burchard -dogsdoor-

Studienfach Puppenspiel

Im Grundstudium (1. bis 4. Semester) ist es das Ziel, die darstellerischen Grundlagen für Animation, Puppenspiel und Schauspiel zu schaffen. Im Hauptstudium (5. bis 8. Semester) liegt der Fokus auf dem Entwickeln eigener „Theatersprachen“. Die Studierenden sollen sich nicht ausschließlich als DarstellerInnen begreifen lernen, sondern sich in Projekten umfassender als BühnenkünstlerInnen einbringen, an Konzeptionen mitarbeiten, Texte entwickeln, PartnerInnen aus anderen Kunstrichtungen in ihre Arbeiten einbinden, kreative Prozesse initiieren. Kurz: Sie sollen lernen, auf den Pfeilern Schauspiel und Puppenspiel ihre eigenen Theaterformen zu entwickeln.

Die Ausbildung schließt ab mit einem Diplom als Puppenspieler/Darstellender Künstler bzw. Puppenspielerin/Darstellende Künstlerin

Aufbau des Studiums

Die Unterrichte in den Fächern Sprechen, Gesang, Bewegung, Puppenführungstechnik, Theater- und Puppentheatergeschichte und Dramaturgie werden über das gesamte 1. und 2. Studienjahr wöchentlich unterrichtet.

Erstes Studienjahr

  • Grundlagen Schauspiel
  • Grundlagen Animation
  • Pantomime und Grundlagen/Improvisation Maske
  • Szenenstudium Maske
  • Szenenstudium Schauspiel
  • Improvisation Handpuppe
  • Szenenstudium Handpuppe
  • Storytelling

Zweites Studienjahr

  • Pantomime
  • Szenenstudium Schauspiel
  • Improvisation Marionette
  • Szenenstudium Marionette
  • Theorie des Puppentheaters
  • Verslehre
  • Vorbereitung des freien Vordiploms (angewandte Dramaturgie, Grundlagen Puppenbau)
  • Realisierung des freien Vordiploms

Drittes Studienjahr

  • Improvisation Hybride Formen
  • Szenenstudium Hybride Formen
  • Theorie des Puppentheaters
  • angewandte Dramaturgie
  • Kunstgeschichte/Ästhetik
  • Verslehre
  • Gestaltungslehre
  • Gestaltungsprojekt (Stop-Motion Filmseminar)
  • Studioinszenierung
  • Inszenierung "Andere Formen" (z.B. Objekttheater)

Viertes Studienjahr

  • Schauspielseminar
  • Kunstgeschichte/Ästhetik
  • im 4. Studienjahr entstehen, neben der Teilnahme an weiteren Projekten die von Jahr zu Jahr mit unterschiedlichen Theatern realisiert werden, als Teil der Diplomprüfung
  • die schriftliche Diplomarbeit
  • das freie Diplom-Projekt
  • die Ensemble-Diplom-Inszenierung

Allgemeine Studienziele

  • die Befähigung der Studierenden, solistisch, in Inszenierungsteams und in Theaterensembles künstlerisch zu arbeiten,
  • die Herausbildung der Fähigkeit und Fertigkeit über Animation von Puppen, Materialien und Objekten sowie durch kreative Anwendung von traditionellen Puppenspieltechniken und –formen zu überzeugenden Figurengestaltungen zu gelangen,
  • die Befähigung, als Schauspielerin/Schauspieler in den verschiedenen Formen theatralischer Kommunikation wirksam zu werden,
  • die Befähigung zu konzeptioneller Theaterarbeit, das heißt, zur eigenverantwortlichen oder mitverantwortlichen Bestimmung der Ziele, Inhalte und Arbeitsmethoden des künstlerischen Produktionsprozesses in seiner Gesamtheit,
  • die Befähigung, die bildgestalterischen Wirkungsmöglichkeiten seines Spielmaterials (Puppen, Objekte, Bühnenraum und Bühnenbild) zu erkennen, produktiv mitzubestimmen und im Darstellungsprozess bewusst zu mobilisieren.

Ziele des Grundstudiums

Während des Grundstudiums wirkt sich die Integration des Studienganges Puppenspielkunst im Studium an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Form gemeinsamer Lehrveranstaltungen der Puppenspiel- und Schauspielstudentinnen und –studenten aus. Ziele des Grundstudiums sind:

  • Entdecken, Erkennen und Entfalten des individuellen und persönlichen künstlerischen Ausdruckswillens und –vermögens der Studierenden,
  • Freisetzen von Spontaneität und Phantasie sowie Ausdrucks-, Vermittlungs- und Kommunikationsfähigkeit,
  • Abbau von Ausdruckshemmungen,
  • Ausbildung der animatorischen Fähigkeiten und ihre Vervollkommnung,
  • die gewonnenen persönlichen darstellerischen Ausdrucksmittel in Spielvorgänge einzubringen und die eigene Bühnenwirkung zu erfahren,
  • Entwicklung und Ausbildung des körperlichen, stimmlichen und sprachlichen Ausdrucksbewusstseins und –vermögens,
  • Ausbau der Beobachtungsfähigkeit sowie des emotionalen und körperlich-sinnlichen Gedächtnisses der Studierenden,
  • Sensibilisierung und Kultivierung der kreativen Gestaltungsphantasie und –anlagen,
  • Entwicklung der analytischen Fähigkeiten sowie Befähigung zur verbalen Argumentation im Arbeitsprozess,
  • Aneignung von Grundkenntnissen der Theater- und Kunstgeschichte sowie Ästhetik, Kultur- und Sozialgeschichte,
  • Aneignung von Grundkenntnissen der Puppentheatergeschichte sowie Theorie und Ästhetik des Puppenspiels,
  • Entwicklung der Fähigkeit, an puppenspielerischen Aufgaben methodisch zu arbeiten, und der Fähigkeit, Erfahrenes und Erkanntes während des Studiums bewusst abzurufen und entsprechend einzusetzen,
  • Befähigung zum Konzipieren, Organisieren, Probieren und Realisieren – allein oder mit Partner – von komplexen Inszenierungsvorhaben, verwirklicht im „freien Projekt“,
  • Erfahren von Publikumsresonanz in Vorspielen und öffentlichen Aufführungen, um diese produktiv zu machen durch Auswertungen im Arbeitsteam und im Kreis der Lehrenden und Studierenden der Hochschule,
  • Fähigkeiten entwickeln, sich mit Studien- und Berufsmotivation regenerierend auseinanderzusetzen.

Ziele des Hauptstudiums

  • Erweiterung und Vertiefung der im Grundstudium erworbenen Erfahrungen, Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie ihre bewusste Anwendung im Hinblick auf die Lösung puppenspielerisch/darstellerischer Aufgaben als Solistin bzw. Solist und in Inszenierungsteams,
  • Entwicklung der bildkünstlerischen Phantasie und Gestaltungsfähigkeiten sowie das Erwerben von handwerklichen Grundfähigkeiten auf dem Gebiet der Puppengestaltung,
  • Erproben und Erfassen der grundsätzlichen kommunikativen Beschaffenheit der Puppenspielprozesse sowie die bewusste Anwendung der Spielkommunikation als Material der theatralischen Realisierung,
  • Kennenlernen und Erproben verschiedener Spielweisen unter Einsatz verschiedener Darstellungsformen und –techniken (als Puppenspiel und als Schauspiel) mit ihren Gesetzmäßigkeiten und Wirkungen,
  • Kennenlernen und Erproben verschiedener Theaterkonzeptionen und Arbeitsweisen sowie derer kommunikativen und ästhetischen Wirkungsabsichten und –konsequenzen,
  • Entwicklung der Fähigkeit zur konzeptionellen Puppentheaterarbeit sowie zur selbstverantwortlichen Produktion puppentheatralischer Kommunikation,
  • Erarbeitung des freien Diplom-Projekts, der schriftlichen Diplomarbeit und des Ensemble-Diplom-Projekts.

Studieninhalte

Studienfächer sind:
Schauspiel, Gesang, Sprechen,
Puppenspieltechniken in traditionellen und modernen (hybriden) Formen, Bewegung, Pantomime, Akrobatik, Fechten, Beatboxen, Stepptanz, Gestaltungslehre, Stop-Motion Animationsfilm,
Ästhetik, Kunst- und Kulturgeschichte, Dramaturgie, Theatergeschichte.

 

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