Geschichte
Die Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin kann auf eine 100jährige Geschichte zurückblicken, denn ihre Vorgängerin war die durch
Max Reinhardt gegründete und mit dem Deutschen Theater verbundene Schauspielschule, an der u. a. Lucie Höflich, Albert Steinrück, Hermine Körner, Rudolf Blümner, Alexander Granach, Lothar Müthel, Gerda Müller, Heinz Hilpert, Max Herrmann als Lehrer wirkten und Berta Drews. O. E. Hasse, Werner Hinz, Marianne Hoppe ausgebildet wurden.
1951 wurde die Anbindung dieser Schule ans Deutsche Theater aufgegeben,
sie erlangte als staatliche Schauspielschule Eigenständigkeit und erhielt 1981 den Rang einer Hochschule, der das bis dahin von Manfred Wekwerth und zuletzt von Dieter Hoffmeier geleitete Regieinstitut angegliedert wurde. Seit 1981 führt sie den Namen Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Sie war zu DDR-Zeiten die renommierteste Ausbildungsstätte für Schauspieler und Puppenspieler, nicht zuletzt durch Lehrer wie Hildegard Buchwald-Wegeleben, Rudolf Penka und Wolfgang Heinz, deren Methodiken von ihren Schülern und Assistenten erlernt und erfolgreich weiterentwickelt wurden und die die wichtigsten Eckpfeiler der Ausbildung geblieben sind. Seit 1988 gibt es den Studiengang Choreographie der Abteilung Schauspielregie unter Leitung von Prof. Dietmar Seyffert. Ab 2006 gibt es die Abteilung Tanz mit den Studiengängen Choreographie und Bühnentanz. Gemeinsam mit der Staatlichen Ballettschule Berlin wird ein 3-jähriges Bachelor-Studium "Bühnentanz" eingeführt.
Von 1993 bis 2005 wurde die Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" von dem Dramaturgen und Theaterwissenschaftler Prof. Klaus Völker geleitet. Seit Oktober 2005 ist Prof. Dr. Wolfgang Engler als Rektor im Amt. Das Kollegium der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" setzt sich aus erfahrenen Dozenten, Theaterpädagogen und Künstlerpersönlichkeiten zusammen. Als Lehrbeauftragte arbeiten hier außerdem viele namhafte Schauspieler der Berliner Bühnen sowie Gäste aus aller Welt, u. a. Robert Wilson, Peter Zadek und die Clowning-Expertin Angela de Castro. [ ausführlicher Text ]
Geschichte Puppenspielkunst
Die Gründung von staatlichen und städtischen Puppentheatern in der damaligen DDR seit Anfang der 50er Jahre brachte gegen Ende der 60er Jahre bereits 11 Puppentheater in kommunaler Verwaltung hervor. Der Bedarf an einer professionellen Ausbildung für Puppenspieler, die die Ensembles bilden sollten, wuchs dementsprechend. Gegen Ende der 60er Jahre ruft eine Gruppe von Schauspielschülern unter Leitung von Heinz Helmich ein spezielles Studium der Puppenspielkunst im Rahmen der Schauspielausbildung ins Leben. 1971 wurde die erste souveräne Ausbildungseinrichtung für Puppenspielkunst in Deutschland als Fachrichtung der Staatlichen Schauspielschule Berlin eröffnet. 1972 wurde Hartmut Lorenz zum Fachrichtungsleiter ernannt. Vom Studienjahr 1971/72 bis zum Studienjahr 1976/77 wurde alle zwei Jahre zum Studium immatrikuliert. Seit 1977/78 erfolgt die Immatrikulation jährlich. Hartmut Lorenz erlangte seine Ausbildung als Regisseur und Dramaturg für Puppentheater an der Akademie der Musischen Künste (AMU) in Prag und an der Theaterhochschule Leipzig. 1981 wurde die Fachrichtung in den "Fachbereich Puppenspiel" umbenannt; Seit 1992 heisst er "Abteilung Puppenspielkunst" der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin.
Geschichte Choreographie
Seit 1988 gibt es den Studiengang Choreographie der Abteilung Schauspielregie unter der Leitung von Prof. Dietmar Seyffert. Ab 2006 gibt es die Abteilung Tanz mit den Studiengängen Choreographie und Bühnentanz unter der Leitung von Prof. Ingo Reulecke. Gemeinsam mit der Staatlichen Balletschule Berlin wird ein 3-jähriges Bachelor-Studium "Bühnentanz" eingeführt.





