Über uns

Die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch bildet in sieben Studiengängen aus: Schauspiel, Regie, Dramaturgie, Zeitgenössische Puppenspielkunst, Spiel und Objekt, Choreographie sowie Bühnentanz.

Die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch bildet in sieben Studiengängen aus: Schauspiel, Regie, Dramaturgie, zeitgenössische Puppenspielkunst, Spiel und Objekt, Choreographie sowie Bühnentanz. Diverse künstlerische Handschriften wurden und werden durch renommierte Theater-, Tanz- und Filmpersönlichkeiten in die Hochschule hineingetragen. International anerkannte Dozent*innen prägten und prägen das Profil der Hochschule und tragen zu ihrem bemerkenswerten internationalen Ruf bei. Zahlreiche Absolvent*innen zählen zu den herausragenden Künstler*innen des Landes. Eine tiefe Verwurzlung in der Theater-, Tanz- und Filmlandschaft zeichnet die Hochschule aus.

An der Hochschule stehen die Studierenden und ihre exzellente Ausbildung in den Theaterkünsten im Zentrum. Ein Studium an der HfS Ernst Busch ist in den meisten Diplomstudiengängen regulär auch ohne Abitur und in den Masterstudiengängen teilweise aufgrund beruflicher Qualifikation möglich. Die HfS Ernst Busch gibt Studierenden den Raum, sich zu umfassend gebildeten Persönlichkeiten zu entwickeln. Absolvent*innen der HfS Ernst Busch bringen ihr erworbenes Wissen und Können in ihre berufliche Praxis ein und gestalten die künstlerischen, ästhetischen, sozialen und politischen Kontexte, in denen sie sich als Künstler*innen bewegen, aktiv mit. Sie sind präsent und prägend in der Gesellschaft. Voraussetzung hierfür ist die Vermittlung handwerklicher, künstlerischer und forschender sowie analytischer Fertigkeiten auf höchstem Niveau. Die Hochschule bietet deshalb ein auf das Theaterhandwerk fokussiertes Grundlagenstudium, mit den Diplomstudiengängen eine umfassende und tiefgehende Entwicklungszeit, einen starken Praxisbezug auf renommierten Bühnen und in der Freien Szene, eine enge Kooperation mit künstlerischen Hochschulen sowie offene Diskursräume. Die Ausbildung enthält neben den praktisch-kreativen auch künstlerisch-forschende und wissenschaftliche Anteile.

 

Die Theaterlandschaft verändert sich: Neue Solidarische Netzwerke entstehen, kollektive und kollaborative Arbeitsstrukturen werden auch im Kontext öffentlich finanzierter Spielbetriebe erprobt, internationale und diversitätsorientierte Ensembles und Tanzkompanien bilden sich heraus. Die Kernkompetenz von Theater, die Ensemblebildung, rückt wieder stärker in den Mittelpunkt und wird gesellschaftliches Vorbild. Kompetenzen in hybriden und digitalen Spielkonstellationen sind nicht nur in pandemischen Zeiten gefragt, sondern werden die künstlerische Arbeit weiterhin prägen, vielleicht sogar eine neue Sparte „Digitales Theater“ mitentwickeln, und ebenso produktionstechnische, arbeitsorganisatorische und inhaltliche Fragen rund um das Thema Nachhaltigkeit. Die HfS Ernst Busch hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihren Studierenden die Räume zu eröffnen, sich zu Protagonist*innen dieses Wandels auszubilden, wobei das Grundlagenstudium und die Arbeit in der Praxis als Voraussetzung für die produktive Bewältigung jedweder künstlerischer, experimenteller und gesellschaftspolitischer Herausforderung angesehen werden. Durch das Grundlagenstudium und den lebendigen Praxisbezug sollen die Studierenden befähigt werden, mit allen Aufgaben und Neuerungen aktiv gestaltend umgehen zu können, des Weiteren mit experimentellen und digitalen Spielweisen, offenen ästhetischen Positionen und neuen Formen der Zusammenarbeit sowie ebenfalls mit Situationen, in denen es gilt, sich für die Freiheit der Künste einzusetzen. Lehre, künstlerische Praxis und künstlerische Forschung sowie die Zusammenarbeit in der akademischen Selbstverwaltung sind dabei durch Chancengleichheit, Diversität und Pluralismus geprägt und durch das anhaltende Bestreben, eine diskriminierungs- und angstfreie Entfaltung aller Hochschulangehörigen zu gewährleisten. Flankierend bietet die HfS Ernst Busch zahlreiche öffentliche Veranstaltungen an, die Diskursräume eröffnen und auch Impulse für die berufliche Praxis setzen. Diese Ausrichtung macht die Exzellenz der HfS Ernst Busch aus und trägt zur Innovations- und Strahlkraft der darstellenden Künste und ihrer Institutionen insgesamt bei. Gerade nach der Überwindung der Pandemie sieht sich die HfS Ernst Busch in der Verantwortung, ihren Beitrag zu einem neuen Zusammenführen der Menschen als pluralistische Gemeinschaft beizutragen.

 

Im Jahre 2018 sind die einzelnen Studiengänge der Hochschule unter das Dach des Zentralstandortes in der Zinnowitzer Straße zusammengekommen. Damit „bespielt“ die HfS Ernst Busch drei Standorte: den zentralen Campus in Berlin-Mitte, das bat-Studiotheater und die Uferstudios. Der zentrale Campus verfügt über zwei Bühnen, die jeweils bis zu 130 Zuschauer*innen Platz bieten. Der Zugang ist barrierefrei. Sie sind der Lehre und der öffentlichen Präsentation von Vorspielen, dem Vorsingen und studentischen Arbeiten vorbehalten. Das bat-Studiotheater befindet sich im Prenzlauer Berg und ist einzigartig in Deutschland. Keine andere Theaterhochschule verfügt über ein derart geschichtsträchtiges und modern ausgestattetes Theater, in dem die Studierenden schon während des Studiums ihrem Publikum begegnen. Bei den Uferstudios für zeitgenössischen Tanz handelt es sich um ein denkmalgeschütztes Areal im Wedding. Hier begegnen die Studierenden und Lehrenden des Hochschulübergreifenden Zentrums Tanz – das von der Universität der Künste (UdK), der HfS Ernst Busch und dem Tanz Raum Berlin getragen wird – Künstler*innen und Mitarbeiter*innen der Tanzfabrik Berlin, des ada-Studios und des Tanzbüros Berlin. Die Hochschule pflegt eine Reihe intensiver und langjähriger Beziehungen und Kooperationen zu (Berliner) Theatern, zur Freien Szene und zu künstlerisch-forschenden Kollektiven und Institutionen. Bereits während ihres Studiums arbeiten die Studierenden der HfS Ernst Busch auf großen Bühnen der Stadt sowie mit Kolleg*innen der Freien Szene, mit Tanzfestivals und mit künstlerisch-forschenden Teams zusammen. Diese Kooperationen sind neben den eigenen Bühnen ein deutlich sichtbarer Beleg für den Beitrag der HfS Ernst Busch zur Wahrnehmung der Stadt Berlin als wichtiger Kunst- und Kulturstandort.

 

Die HfS Ernst Busch fördert aktiv den interkulturellen künstlerischen Wissensaustausch durch Mitgliedschaften und Engagement in entsprechenden Netzwerken (z. B. als Gründungsmitglied der World Theatre Education Alliance), durch die Zusammenarbeit in der Lehre, in der künstlerischen Produktion und in der künstlerischen Forschung mit Orten, Institutionen und Vertreter*innen der Theaterkünste weltweit (z. B. durch das Alexandria Nova Netzwerk), durch die Teilnahme an Festivals (z. B. am BAM Festival in Liège oder dem Internationalen Puppentheaterfestival Mobarak in Teheran) sowie durch die Förderung von Studierendenmobilität. Zu den Partnerhochschulen im Erasmusprogramm gehören die Academy of Performing Arts in Bratislava, die Academy of Performing Arts in Prague, Stockholm University of the Arts, Iceland University of the Arts in Reykjavík, University of the Arts Helsinki, Oslo National Academy of the Arts, The Danish National School of Performing Arts und das Institut International de la Marionnette in Charleville-Mézières. Die HfS Ernst Busch versteht sich als Teil einer diversen, vielfältigen und translokalen künstlerischen Gemeinschaft und steht für diese ein.