Minna von Barnhelm von Gotthold Ephraim Lessing | Foto: Claudia Charlotte Burchard -dogsdoor-
Minna von Barnhelm von Gotthold Ephraim Lessing | Foto: Claudia Charlotte Burchard -dogsdoor-

Harry Fuhrmann

Nach seinem Schauspielstudium, das er 1995 an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg abschloss, war Harald Fuhrmann zunächst als Schauspieler am Theater Lübeck von 1995 bis 1998 engagiert, studierte anschließend von 1998 bis 2002 Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". In dieser Zeit arbeitete er mehrmals als Regieassistent bei Peter Zadek am Wiener Burgtheater.

Harald Fuhrmann inszenierte u. a. am Nationaltheater Mannheim, am neuen theater Halle, am Staatstheater Mainz, am Stadttheater Bern, am Badischen Staatstheater Karlsruhe, am Theater Baden-Baden, am Staatstheater Cottbus, am Theater Augsburg und am Theater Bremerhaven. Zu seinen Arbeiten zählen u. a. Schillers „Räuber“, „Die Perser“ von Aischylos ", Don Juan" von Molière, "Vorher / Nachher" von Schimmelpfennig, Osbornes "Blick zurück im Zorn", "Ein Sommernachtstraum", „Warten auf Godot“ von Beckett und „Die Vögel“ von Aristophanes.

2004 gründete Harald Fuhrmann die Theatercompagnie >fliegende fische>, als deren künstlerischer Leiter er seitdem zusammen mit Christiane Wiegand fungiert. Gründungsgedanke der Gruppe ist es, mit ihrem Theater zu den Menschen zu reisen. Immer wieder realisieren die >fliegenden fische> auch interkulturelle Theaterprojekte. Mit der Compagnie unternahm er 2005/06 eine achtmonatige Theaterreise durch Nepal und Indien, 2007/08 folgte dann eine Reise durch Deutschland. Aus den Reiseerlebnissen und den gesammelten Geschichten entwickelte die Gruppe mehrere Stücke.

2010 unterrichtete er an der „Toi Whakaari New Zealand Drama School“ in Wellington und am „Victorian College of Arts“ in Melbourne/Australien.

Ich möchte den Studenten helfen, phantasievolle, und selbstbewusste Schauspieler zu werden, die bereit sind, die Verantwortung für sich und ihr Tun zu übernehmen. Ich begreife Theater als „Austausch von Phantasie“. So stelle ich den Studenten meine Phantasie, Kraft, Leidenschaft, und Erfahrung zu Verfügung und erwarte das gleiche von den Studenten. Diesen Beruf zu erlernen, heißt immer auf der Suche zu sein, immer wach zu sein, für sich, die Menschen, die einen umgeben und für die Welt, in der wir leben – immer auf der Suche nach den Geschichten, die es zu erzählen gilt.

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