Autorinnen der Frühen Neuzeit

Vorlesungsreihe im Rahmen der FONTE-Projektprofessur

Mittwoch, 11. Januar 2023
Isabella Managò (Graz): „Autorinnen der europäischen Literatur des Mittelalters“

Den Namen Walther von der Vogelweide haben die meisten zumindest schon einmal gehört, wenn es um mittelalterliche Literatur geht. Autorinnen aus dem Mittelalter (z.B. Frau Ava, Beatriz de Dia) dagegen sind weitgehend unbekannt. Viele Texte sind uns auch leider nicht überliefert, aber diejenigen, die wir haben, sind ausgesprochen interessant und vielfältig. Der Vortrag soll einen Einblick in diese Textvielfalt bieten und dabei besonders berücksichtigen, welches Konzept von Autorschaft die Frauen in ihren Texten vermitteln.

 

Mittwoch, 18. Januar 2023
Kerstin Roth (Dresden): „in tiuschiu lant. Einblicke in die Geschichte der deutschen Sprache“

Der Vortrag wird einen knappen Überblick über die deutsche Sprache, ihre Entwicklung und ihre Geschichte geben. Was ist eigentlich ‚deutsch‘, ‚teutsch‘, ‚tiuschiu‘? Was ist Frühneuhochdeutsch (die Sprache, in der Autor:innen der Frühen Neuzeit schreiben) und wie unterscheidet es sich von unserem heutigen Deutsch? Was bedeutet es für Autorinnen, auf Deutsch zu schreiben und zu dichten? Wie hat sich die Bedeutung von Wörtern gewandelt und welche Wörter sind in der Frühen Neuzeit beispielsweise neu entstanden, aber gibt es heute gar nicht mehr?

 

Mittwoch, 25. Januar 2023
Katharina Worms (Heidelberg/Berlin): „zwar nicht minder klug/ doch minder nur bekannt. Frühfeministische Ansätze bei Autorinnen der Frühen Neuzeit: Sibylla Schwarz (1621-1638), Christiana Mariana von Ziegler (1695-1760), Johanne Charlotte Unzer (1725-1782)“

Der Vortrag versteht sich als Hinführung zur Lesung mit Angela Winkler und Studierenden der HfS Ernst Busch am 2. Februar 2023 (18 Uhr, HfS Berlin) und wird die dort mit ihren Texten vertretenen Autorinnen der Frühen Neuzeit vorstellen: die „Pommersche Sappho“ Sibylla Schwarz, die Leipziger Salonière Christiana Mariana von Ziegler und die Anakreontikerin Johanne Charlotte Unzer. Was diese drei Autorinnen gemeinsam haben, sind frühfeministische, emanzipatorische Ansätze zu einer Zeit, da Frauen nur sehr wenig bis gar keinen Einfluss in Kultur, Politik und Gesellschaft hatten; ihre Literatur ist nicht weniger klug als die ihrer männlichen Dichterkollegen, doch weniger bekannt.

 

Ermöglicht durch eine Förderung der FONTE Stiftung.

Stream

www.hfs-berlin.de

Wir bitten um Anmeldung unter: einladung@hfs-berlin.de