HfS Ernst Busch
Zinnowitzer Str. 11
10115 Berlin
Werkschau der freien Vordiplome des 50. Jahrgangs Zeitgenössische Puppenspielkunst
Nach zwei Jahren Grundstudium schmeißt sich der 50. Jahrgang der Zeitgenössischen Puppenspielkunst ins kalte Wasser und trainiert die nächsten Wochen für das Freischwimmerabzeichen - die Werkschau der freien Vordiplome. An vier Tagen Anfang Juli präsentieren sich die neun Studierenden mit sieben selbst entwickelten Stücken und fluten die Bühnen und Räume der Hochschule. Notiert euch den 09.-12.07.2026 und krault vorbei!
Es laden ein: Maria-Vittoria Zinoni, Carolina Walker, Line Hünken, Sarah Hohendahl, Akira Schroth, Xeno Scholpp, Lena Schilf, Jannik Jonathan Bursee, Clara Ecke
うさぎが跳ねた
Do 09.07. 17.00 / 19.30 Uhr
Fr 10.07. 17.00 / 19.30 Uhr
Sa 11.07. 16.00 / 18.30 Uhr
So 12.07. 15.00 / 17.30 Uhr
HfS Raum 1.32
Meine Oma wohnt am Meer. Fast am Meer. Zwischen Omas Haus und dem Strand steht noch ein Haus. Aber aus dem Fenster in der zweiten Etage kann ich das Meer sehen.
Im Sommer ist das Meer ruhig. Aber im Winter weht Westwind und das Meer ist wild. Da hüpfen weiße Häschen über die Wellen. Denen winke ich manchmal zu - und die winken dann zurück.
Ein Stück mit Figuren, Objekten und ein bisschen Sprache für Kinder ab ca. 4 Jahren. Es geht um Abschied, Wiederkehr und die Frage, wie Erinnerungen in uns weiterleben.
Text, Regie und Spiel: Akira Schroth
Illustration: Nina Pieper
Musik: Lisa Harres
Unterstützende Lehrkräfte: Ingo Mewes, Magdalena Roth, Jonathan Gentilhomme
Do 09.07. 18.15 Uhr
Sa 11.07. 19.45 Uhr
Bühne UNTEN
“Isabel, Herrscherin über das Universum, die Planeten und alles. Wenn ich will, dass die Sonne steht, steht die Sonne”. So laut und verzweifelt Isa in die Welt hinaus schallt, so brutal und zart antwortet ihr diese. Gerade aus der Psychiatrie ausgebrochen, trifft die mutige 14-jährige auf ihrem Roadtrip auf Menschen aller Art, sie trägt die Faszination für den Tod gleichermaßen mit sich, wie die unkaputtbare Neugierde aufs Leben selbst. Rastlos begleitet das Stück die junge Frau auf ihrer Suche nach…ja, nach was eigentlich?
Zwei Spielerinnen und eine Groß-Puppe kämpfen sich durch Wald und Wiesen, Wind und Wetter.
Spiel/Regie: Lena Schilf und Carolina Walker
Sound: Mehrdad Ansari
Support Bühnenbild: Ingo Mewes
Support Puppenbau: Magdalena Roth, Ingo Mewes
Outside Eye: Robert Richter, Anna Menzel
Roman: Wolfgang Herrndorf
Spielfassung: Robert Koall (Rowohlt Verlag)
Puppenbau: Ulrike Langenbein
Content Note: Das Stück behandelt Themen wie Tod/Suizidgedanken, Missbrauch, psychische Erkrankungen.
Fr 10.07. 20.45 Uhr
So 12.07. 16.15 Uhr
Bühne UNTEN
Sie ist eine geduldige und in sich ruhende Einzelgängerin, vielfältig maskierte Rarität und intelligente Kreative. Sie ist eine ihr Ziel fokussierende Beobachterin, lauernde Jägerin, ausgerüstete Kämpferin und erbarmungslose Kannibalin:
Die Gottesanbeterin.
In MANTIS MURDER MYSTERY collagiert Sarah Hohendahl spielerische, optische und akustische Elemente zu einer Performance, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, diesem faszinierenden Lebewesen aus verschiedenen Perspektiven nahe zu kommen.
Konzept, Spiel, Video, Masken-/Figurenbau: Sarah Hohendahl
Text: Sarah Hohendahl, Andreas Knapp
Musik: Jerry Goldsmith, Trees of Dreams, Nelly Furtado, Fran Lusty, Reble
Kostüm: Sarah Hohendahl, Simone Pätzold
Do 09.07. 17.00 / 19.30 Uhr
Fr 10.07. 17.00 / 19.30 Uhr
Sa 11.07. 16.00 / 18.30 Uhr
So 12.07. 15.00 / 17.30 Uhr
HfS Probebühne 3.31
“Stellt mich vor einen absolut zeitgemäßen Hintergrund, bei dem man nur einen Blick auf mich werfen muss, um auf Uhr oder Kalender verzichten zu können, auf die Stunde, die gleich schlägt” (Boden)
Diese Arbeit sucht einen Zugang zum Thema Boden, durch Verfremdung, Abstraktion und Überlagerung.
Boden erscheint als Mitakteur, als Schichtung, als Archiv, als Ort des Vergrabens, als Zuhause, als Besitzfläche und als Ressource innerhalb kapitalistischer Verwertungslogiken.
Eine Performance mit und zwischen Material, Objekt, Sprache und Sound.
Konzept, Spiel und Text: Maria-Vittoria Zinoni
Sound design: Wiktor Drozynski
Bühnenbild: Maria-Vittoria Zinoni, Markus Joss und Ingo Mewes
Technik und Live-Musik: Andrii Kudin
Content Note: Laute Geräusche/Musik
Do 09.07. 20.45 Uhr
Sa 11.07. 17.15 Uhr
Bühne UNTEN
Irgendetwas bewegt sich unter der Decke. Nein — unter dem Bett!
Ein Wesen kriecht hervor und zieht Helmut schonungslos durch sein Leben voller verdrängter Erinnerungen. Zwischen Albtraum und Wahn verschwimmen Körper, Zeiten und Figuren. Je tiefer Helmut in seine Erinnerungen entgleitet, desto stärker wird der Sog aus Scham, Schuld und Sehnsucht — bis sein Körper, seine Sprache und schließlich seine Identität zerfallen.
Ein verstörender Verriss eines ungelebten Lebens.
Konzept, Spiel und Text: Clara Ecke, Xeno Scholpp / SMUDGED CUNTS
Mentor: Markus Joss
Content Note: Verwendung von Stroboskop. Sexuelle, psychische und physische Gewalt.
Fr 10.07. 18.15 Uhr
So 12.07. 18.45 Uhr
Bühne UNTEN
Vier Figuren und ein abgeschiedenes Resort. Hier soll der Atem tiefer werden, der Körper Ruhe und Entspannung finden. Ins sogenannte “Nebenan” wollen sie nicht zurück. Zu gut liegt, sinniert und optimiert es sich hier. Warum und wie lange die Gäste bereits da sind, ist längst in Vergessenheit geraten.
Doch in der glücklichen Bade-Utopie gluckert es unter der Oberfläche. Hat da jemand vielleicht doch noch nicht allen Ballast abgeworfen?
Wohin tauchen wir ab, wenn uns die Welt zu viel wird?
Zwei Puppen, eine Maske und ein Mensch suchen Antworten.
Alles ist ein Versuch - so auch diese kleine Weltflucht-Episode.
Konzept & Spiel: Line Hünken
Text & Umsetzung: Line Hünken & Paul Reifenberger
Bühne, Kostüm: Muriel Kunkel
Sound: Paul Reifenberger
Unterstützung Video: Antonia Steinke, Marlene Blumert, Jannik Bursee
Mentoring: Markus Joss
Mentoring Bühne & Kostüm: Stefan Hageneier
Do 09.07. 17.00 / 19.30 Uhr
Fr 10.07. 17.00 / 19.30 Uhr
Sa 11.07. 16.00 / 18.30 Uhr
So 12.07. 15.00 / 17.30 Uhr
HfS Raum 1.51
Nichts ist unendlich, nur zwei Dinge scheinen es zu sein: das Universum und der Social Media Feed. Eine Crew raumfahrender Saurier erforscht die Weiten der sozialen Medien. Es eröffnen sich viele Erkenntnisse, viele Fragen und noch mehr Spekulationen. Was lernen wir über den Menschen, wenn wir ohne Ahnung durchs Internet surfen?
In einem futuristischen Raumschiff, ein Tisch im Klassenzimmer, wird debattiert, spekuliert, polarisiert und adaptiert.
Konzept & Spiel: Jannik Bursee
Mentor: Markus Joss
HfS Ernst Busch
Zinnowitzer Str. 11
10115 Berlin
VVK startet 10 Tage vor der ersten Vorstellung.
