Innovatives Puppenbau-Projekt für das SchauSpielHaus Hamburg
Ein Hund erobert die Bühne!
Ingo Mewes, Lehrkraft für Werkstattlehre und Spezialist für Puppen- und Bühnenbau, hat in Zusammenarbeit mit Jonathan Gentilhomme, Lehrkraft in der künstlerischen Werkstattlehre und Co-Leitung des Puppenfundus, eine Hunde-Puppe kreiert, die in ihrer Qualität und Spielbarkeit auf dem neuesten Stand der Puppenbau-Technik ist. Ziel ist es, einen Hund zu bauen, dessen Bewegungsqualitäten so nah wie möglich an der Realität sind. Der Hund wird im April 2026 im Hamburger SchauSpielHaus in Claudia Bauers Inszenierung von "Hundeherz" zum Einsatz kommen. Der HfS-Alumnus Oscar Olivo wird als Spieler in der Inszenierung die Vierfüßler-Puppe alleine zum Leben erwecken - eine zusätzliche Herausforderung für die Puppenbau-Experten der HfS Ernst Busch.
Die äußere Hülle der Hunde-Puppe bleibt realistisch gestaltet, da alle Spiel-Griffe innerhalb des Körpers liegen. Für die Puppe wurden neue Gelenke mit speziellen Bewegungsmustern entwickelt, die eine nahezu perfekte Hundeanatomie simulieren. So kann sich der Hund sogar freudig auf den Rücken legen, sich spielerisch und fließend bewegen, mit dem Schwanz wedeln aber auch andererseits in gespannte Angriffsstellung gehen. Neben einem Klappmaul kann er auch separat die Lefzen hochziehen, was sein Knurren noch realistischer werden lässt.
Ein besonderer Spezialeffekt sind die Augen des Hundes, sie sind mit einer Wärmebild- und einer GoPro-Kamera ausgestattet. So kann bei der Inszenierung auf Wunsch die Perspektive des Hundes auf die Welt per Live-Schalte sichtbar gemacht werden.
Für die Hochschule baut Ingo Mewes ein Duplikat-Skelett für den Puppenfundus, so dass die Studierenden ebenfalls mit einer Puppe trainieren können, die auf dem neusten Stand der Bautechnik ist.
Hundeherz
nach dem Roman von Michail Bulgakow
in einer Fassung von Armin Petras
Regie: Claudia Bauer
Uraufführung am 24.04.2026 im SchauSpielHaus Hamburg
schauspielhaus.de/stuecke/hundeherz
