O.E. Hasse-Preis 2026 an Aya Michèle Zaghdoudi und Elisabeth Nittka
Preisverleihung am Montag, 26. Januar 2026
Die O.E. Hasse-Stiftung vergibt 2026 zum letzten Mal den O.E. Hasse-Preis, das Vermögen der seit 1981 bestehenden Stiftung ist damit verbraucht. Seit 2003 wurde der von der Akademie der Künste betreute Preis alternierend an Studierende der Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch und der Münchner Otto Falckenberg Schule verliehen, um herausragende Begabungen zu fördern. Aus Anlass der letztmaligen Vergabe des Preises werden zwei Preisträgerinnen ausgezeichnet: Elisabeth Nittka, Studierende des 4. Studienjahrs der Otto Falckenberg Schule, und Aya Michèle Zaghdoudi, Studierende des 3. Studienjahrs der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch,
teilen sich die noch zur Verfügung stehende letzte Preissumme von 4.000 Euro. Das Auswahlgremium setzt sich aus Mitgliedern des Vorstands der Stiftung zusammen, dem als Vorsitzender Klaus Missbach (Wien) sowie André Jung (München), Klaus Völker (Berlin) und Jossi Wieler (Berlin), die zugleich auch Mitglieder der Sektion Darstellende Kunst der Akademie der Künste sind, angehören.
Der Preis wird am 26. Januar 2026 in der Hochschule für Schauspielkunst Ernst
Busch übergeben.
Aya Michèle Zaghdoudi, geboren 2002 in Cottbus, ging dort bis zur mittleren Reife zur Schule und machte ihr Abitur nach dem Umzug nach Berlin am Rosa-Luxemburg-Gymnasium. Seit 2023 studiert sie Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Sie war u. a. in den Hochschulproduktionen von Baby hat nichts gemacht von Georges Feydeau, Regie Matthias Moosbach, und von Anatol von Arthur Schnitzler, Regie Magarete Schuler, zu sehen und gehört seit der Spielzeit 2025/26 dem Schauspielstudio der Hochschule am Deutschen Nationaltheater Weimar an, wo sie in Stella von Johann Wolfgang Goethe, Regie Patricija Katica Bronić, und in Jaz Woodcock-Stewart’s Inszenierung von Gullivers Reisen nach Jonathan Swift auf der Bühne stand.
„Vor allem im Feydeau hat Aya Michèle Zaghdoudi die Freude an der Überhöhung und das Feeling für die Größe der zu spielenden Figur gelernt (…) auch: ihre Vorsätze neu abzuwägen, Umwege zu gehen, um sich in ihre Figuren einzuleben, ihre Eisen zu schmieden (…)“ (Klaus Völker für die Jury).
Elisabeth Nittka, geboren 2003 in Augsburg, machte dort 2021 Abitur und erste Theatererfahrungen am Jungen Theater Augsburg und am theater Ensemble, und begann 2022 die Schauspielausbildung an der Otto Falckenberg Schule. Im Rahmen des Studiums wirkte sie u. a. im Live-Hörspiel mit Musik 100 Songs, Leitung Frauke Poolman und Axel Humbert, in Ruben Müllers Regieprojekt Based on a True Story by Truman Capote am Münchner Volkstheater und beim inklusiven szenischen Projekt Prosperos Insel, Leitung Ramin Anaraki, Caitlin van der Maas, mit. Sie war zudem zu sehen in A Young Swallowman, Regie Florian Fischer, an den Münchner Kammerspielen und als Annika in Pippi Langstrumpf, Regie Daniela Kranz, am Residenztheater, wo sie derzeit in Philipp Stölzls Inszenierung von Franz Xaver Kroetz‘ Gschichtn vom Brandner Kaspar auf der Bühne steht und ab der Spielzeit 2026/27 als Ensemblemitglied engagiert ist.
„Sehr zart und zugleich deftig spielte Elisabeth Nittka die Josefa Brandner in der Kroetz-Adaption des bayerischen Volksstücks. (…) Sie verfügt schon über eine Art Aura, aber ist erfreulicherweise frei von Manierismen der Routine (…)“ (Klaus Völker für die Jury).
Der O.E. Hasse-Preis wurde seit 1981 von der O. E. Hasse-Stiftung vergeben, die von der Akademie der Künste betreut wird. Die Akademie erfüllte damit das Vermächtnis des Bühnen- und Filmschauspielers Otto Eduard Hasse (1903–1978), der eine Geldsumme für Preise zur Förderung des Schauspielnachwuchses bestimmt hat. Mit der Verleihung 2026 endet die über 40-jährige Geschichte des Preises, mit dem u. a. Maria Hartmann, Christoph Waltz, Corinna Kirchhoff, Ulrich Tukur, Anne Bennent, Susanne Lothar, Ulrich Matthes, August Diehl, Judith Stößenreuter, Alexander Fehling, Marcel Kohler, Noah Saavedra, Julia Windischbauer ausgezeichnet wurden. Zuletzt erhielten ihn Rasmus Friedrich (2021), Jakob Gühring (2022) und Antonia Siems (2024).
Veranstaltungsdaten
O.E. Hasse-Preis 2026 an Elisabeth Nittka und Aya Michèle Zaghdoudi
Montag 26. Januar 2026, 16 Uhr
Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, HfS Bühne OBEN
Zinnowitzer Str. 11, 10115 Berlin
Monolog aus Lola Arias Die Liebe ist ein Heckenschütze
Szenenstudium aus Georges Feydeau Baby hat nichts gemacht
Preisverleihung
Die Laudationes hält Klaus Völker.
Um Anmeldung wird gebeten: presse@hfs-berlin.de
