Miriam Chaszczewicka wurde im Oktober 1924 als Tochter des aus der Ukraine stammenden Hebräischlehrers Dawid Chaszczewicki und seiner Frau Sarah in Radomsko, einer Kleinstadt nördlich von Tschenstochau, geboren. Die etwa 6500 Juden der Stadt, die ein Drittel der Gesamtbevölkerung ausmachten, wurden schon am 20. Dezember 1939 ghettoisiert. Der „jüdische Wohnbezirk“ war zwar nicht umzäunt, ihn zu verlassen war aber bei Todesstrafe verboten. In das ohnehin enge Ghetto mussten in der Folge auch noch zahlreiche jüdische Flüchtlinge aus den annektierten westpolnischen Gebieten und aus der Umgebung aufgenommen werden.
Seit dem Sommer 1941 wurde die Bedrohung der Juden im Generalgouvernement durch Verfolgungsmaßnahmen der Deutschen immer größer. Angehörige deutscher Polizei- und SS-Verbände erschossen mit Hilfe baltischer und ukrainischer Kollaborateure Zehntausende oder deportierten sie in Vernichtungslager. Im Oktober 1942 wurde das Ghetto Radomsko aufgelöst und die Bewohner nach Treblinka verbracht. Miriam versuchte, sich zu retten, indem sie sich versteckte.
Es ist nicht bekannt, wo und wann sie ermordet wurde.

