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Eine Formlosigkeit

Fabio Thieme

Ein Anti-Krimi nach Witold Gombrowicz
Sommerprojekt / 2. Studienjahr Regie 

„Gehen wir dem Anschein nicht auf den Leim. Lassen wir uns von der Logik und der Offensichtlichkeit nicht betrügen!“

Ein Kommissar macht auf einer Geschäftsreise eine unvorhergesehene Begegnung mit dem Tod: Ein alter Jugendfreund, dem er ein Grundstück abkaufen wollte, ist letzte Nacht an einem Herzanfall gestorben. Der Kommissar platzt unbeholfen in das Unglück der Familie hinein und fühlt sich schon bald in eine künstlich auferlegte Trauerstimmung gezwungen. Unfähig den Tod, der für ihn vor allem Teil seines Berufs ist, in seiner banalen Natürlichkeit zu akzeptieren, steigert er sich in eine absurde Rache hinein: Und wo es keinen Mord gibt, da muss man eben einen erfinden.

Gombrowicz Vorlage eignet sich als Parabel dafür, wie ideologische und institutionelle Macht das Verbrechen benötigt und geradezu herstellt. Eine schillernde Palette an merkwürdigen psychologischen Reflexen und abgründigen Charakteren befragt unseren Umgang mit dem Tod in all seiner absurden Sinnhaftigkeit.

Es spielen: Markus Ucker, Emil Lug, Hanik Soleimani, Famil Aghakishiyev und Alex Cocotas
Regie: Fabio Thieme
Regieassistenz: Rosalie Perla Müller
Bühne: Maite Lisa Dietzel
Kostüm: Janina Albecker
Dramaturgie: Clara Schiltenwolf

HfS Ernst Busch UNTEN

Zinnowitzer Str. 11

10115 Berlin

Öffentl. VVK beginnt 10 Tage vor der ersten Vorstellung.

Große Skelettpuppe mit Puppenspielerin vor Klavier auf dunkler Bühne
(c) Sulamita Wiener
Fabio Thieme