Direkt zum Seiteninhalt springen

Gertrud

Frühjahrsprojekt Regie von Charlotte Kaiser

Gertrud von Einar Schleef
In einer Bühnenfassung von Charlotte Kaiser
Aufführungsrechte: Suhrkamp Verlag

 

Kaiserreich. Weimarer Republik. Nationalsozialismus. Nachkriegszeit. DDR.
Der Mann stirbt. Die beiden Söhne gehen in den Westen. Gertrud bleibt.

In diesem Lebensmonolog erzählt Gertrud von ihrer Familie, von ihrer Stadt Sangerhausen, von den endlosen Mühen des Alltags, vom Arbeiten, vom Scheißen, vom Lieben – und immer wieder von ihrem Sohn Einar.
Aus ihrem Gemurmel entsteht die wütende, sehnsüchtige, rastlose Sprache einer Frau, die nicht verstummen will. Und das Prinzip einer minutiösen Geschichtsschreibung von unten. 

Weil er wissen wollte, wer er selbst ist, schrieb Einar Schleef diesen monumentalen, zweiteiligen Roman als fiktionale Erinnerung seiner Mutter, nachdem er 1976 die DDR verlassen hat. Sangerhausen, die Familie, die Enge, sie ließen Schleef nie los. Gertrud ist Befreiungsschrift und Heimwehbekämpfung zugleich. Der Versuch, die Nabelschnur zum Osten und zur Mutter zu durchtrennen – und ihnen dabei noch näher zu kommen.

„Ich hatte die Dummheit begangen, nach Hause zu fahren. Nach Hause.“ (Einar Schleef)

 

Schauspielerinnen: Mina Halide Guschke, Monika Lennartz, Rahel Ohm
Regie: Charlotte Kaiser
Bühne / Kostüm: Charlotte Kaiser, Soffía Ralfsdóttir Hesse
Dramaturgie: Oskar Luiz Bonn
Regieassistenz: Wim Ruben Lenkeit
Requisite: Ilse Schmidt
Bühnenmeister: Sabrina Münzberg 

Herzlichen Dank für die Unterstützung beim Bühnenbild bei Herrn André Rückert und Herrn Felix Prehl von „XXL-Weihnachtsfiguren“! 
https://www.xxl-weihnachtsfiguren.de/

HfS Ernst Busch OBEN

Zinnowitzer Str. 11

10115 Berlin

Öfftl. VVK startet 10 Tage vor der ersten Vorstellung.

© Daniel Traub
Mina Halide Guschke
Charlotte Kaiser