Vorstellungen entfallen
making waves
Diplominszenierung Regie von Alice Bogaerts
let’s be stunningly not-nice girls,
make waves
and sing songs
full of lust and laughter.
let’s be
slippery
and hard to handle.
let’s weave a net for our desires
and sail
to the land of ‘no-fucks-given’.
let’s look for a mode of being,
a way of yearning,
that is entirely
our own.
Nicht nur in der Kunst sind Frauen permanent einem Blick von außen ausgesetzt. Teils lenken sie ihn, teils verinnerlichen sie ihn selbst.
Die Performerinnen von making waves erforschen ihr Wirken abseits gängiger Zuschreibungen. Als handelnde Subjekte beziehen sie selbst Position und begehren zu ihren eigenen Konditionen. Sie lösen sich damit aus dem, was weiblicher Identität eingeschrieben ist, der passiven Rolle zum Opfer fällt und was gesellschaftlich ungesagt bleibt. Sie versuchen sich an einer eigenen Form von Sexualität auf Basis eines neuen Vokabulars und einer Denkweise, die nicht geliehen oder vererbt ist. Formuliert aus der eigenen Stimme, die sich diffus, intim, scharf und vielstimmig Gehör verschafft.
making waves flirtet mit dem Spannungsfeld zwischen den Polen. Zwischen Mensch und Tier, Idealisierung und Angst, Meer und Land, Liebe und Verderben, Lust und Auslieferung. Ihre Existenz an der Schwelle wird zum Spiegel für die Widersprüche weiblichen Begehrens heute.
In nachdenklicher, doch schelmischer Lyrik wiegt uns making waves, umspielt die Ohren mit lüsternen Klängen und brandet am Blick unerforschter Biotope.
von (und mit): Patrcia Kargbo, Elisabeth Klinck, Chiara Monteverde, Lieselot Siddiki, Alice Bogaerts und Marleen Ilg
besonderer Dank an Amelie Von Godin, Eva Cabooter, Mina Đorđević, Manuel Haezebrouck und CAMPO arts centre
Premiere 29.06. 20:00

