ACHTUNG geänderte Anfangszeit!
Peer Gynt
Ruslán Viktorov
nach Henrik Ibsen
Studioinszenierung vom 3. Studienjahr Schauspiel und Drittjahresprojekt Regie von Ruslán Viktorov
Peer Gynt, ein junger Mann. Peer ist auf der Suche nach sich selbst. Peer lebt mit seiner Mutter Aase auf dem heruntergewirtschafteten Bauernhof von seinem verstorbenen Vater in Norwegen. Peer will alles nicht ganz wahrhaben. Peer will viel lieber Kaiser sein.
Peer enttäuscht seine Mutter, weil er immer wieder lügt. Peer crasht eine Hochzeitsparty, um die Braut zu entführen und ihren Hof zu gewinnen. Peer wird von der Dorf- und Partygemeinschaft ausgrenzt und vorgeführt. Peer wird auch von Solveig abgelehnt, eine Frau, die neu hinzugezogen ist und die er für sich gewinnen will. Peer schläft stattdessen mit dem Bräutigam. Peer flieht in den Wald – da trifft er auf die nächste Frau. Peer wird von ihr mitgenommen in ihr entgrenztes Trollreich. Peer wird der Thron in Aussicht gestellt. Peer flieht aber weg, weil er dort sich selbst verlieren könnte. Peer lebt ausgestoßen allein im Wald und kann sich weder zu Solveig noch der Frau aus dem Trollreich bekennen. Peer verliert seine Mutter. Peer flieht ans Meer.
Peer stürmt zwischen Realität und Illusion, ca 50 Jahre, oder mehr, oder weniger, immer in einem neuen Ich-Entwurf. Peer kehrt als alter Mann wieder in seine Heimat zurück. Peer trifft auf seine alten Bekannten und den anrückenden Tod bzw. seinen Richter, dem Peer auf ein Neues sein einzigartiges Selbst beweisen will. Es ist aber zu spät.
Muss man wirklich dort bleiben, wo es irgendwie keinen Spaß macht, wenn man doch dorthin fliehen könnte, wo es besser scheint? Denn wenn es einem auch dort wieder nicht mehr gefällt, kann man ja weiter laufen, eine neue Stadt „swipen“, ein neues Land, einen neuen Menschen, eine neue Version seiner selbst.
Oder läuft man mit der Suche nach sich selbst vielleicht weg vor der Angst vor Verantwortung gegenüber anderen? Vielleicht begegnet man in den Augen der anderen sich selbst – und dann ist da aber keine Märchenfigur und kein Kaiser, sondern einfach irgendein Peer. Deshalb sollte man vielleicht wirklich andere Augen mit einem anderen Spiegelbild von sich selbst suchen? Nur warum verfolgt uns dieses seltsame „ach, hätte ich doch damals...“?
Es spielen:
Sean Douglas
Stella Voge
Gina-Maria Böhlau
Valon Krasniqi
Andrii Kudin
Wael Kreiker
Trixi Strobel
Regie: Ruslán Viktorov
Regieassistenz: Sophia Kirchhoff
Bühne: Jan Schnase
Kostüm: Cora Geßmann
Musik: Richard Wolf
Dramaturgie: Marten Straßenberg und Jule Martenson
CN: In dem Stück wird diskriminierende, gewaltvolle und sexualisierte Sprache verwendet. Es gibt Darstellungen von (an einer Stelle suizidaler) Gewalt.
ACHTUNG geänderte Anfangszeit!
bat-Studiotheater
Belforter Str. 15
10405 Berlin
VVK startet 10 Tage vor der ersten Vorstellung








