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HfS-Alumna Ulrike Müller wird Intendantin der Neuen Bühne Senftenberg

Wir gratulieren!

Ulrike Müller wird zum 1. September 2027 zunächst für die Dauer von 5 Jahren die künstlerische Leitung des Hauses vom jetzigen Intendanten Daniel Ris übernehmen. Um die notwendigen Vorbereitungen für die ab dem nächsten Sommer bevorstehende neue Spielzeit 2027/2028 mit ausreichend Vorlauf und Befugnis treffen zu können, erhält sie neben dem Intendantenvertrag einen zusätzlichen Vorvertrag. Dieser soll bereits ab dem 1. Juli dieses Jahres greifen. 

Zu ihrer Vision für die neue Bühne Senftenberg erklärt Ulrike Müller: „Die neue Bühne steht als Landesbühne Brandenburg Süd im Zentrum einer Region, die sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess befindet. Theater ist für mich ein wichtiger Ort für politischen Diskurs, gesellschaftliche Teilhabe und Begegnung — ein Ort, an dem Geschichten neu erzählt oder erfunden werden, der Räume öffnet, neue Sichtweisen und Reibung ermöglicht und nie aufhört, Fragen zu stellen. Theater ist Berührung mit der Stadt, der Region und den Menschen, die hier leben. Es ist ein schöpferischer Prozess, der Zeit braucht, damit sich Mensch, Sprache, Form und Spiel entfalten können. Anknüpfend an die lange Tradition der neuen Bühne sehe ich es als meine zentrale Aufgabe, gemeinsam mit dem Ensemble, den Gewerken und allen Mitarbeitenden des Hauses die Zukunft der Region künstlerisch, menschlich und zugleich unterhaltsam zu gestalten.“

Die gebürtige Cottbuserin ist eng mit der Lausitz verbunden. Bereits in ihrer Jugend prägten das Piccolo Theater Cottbus und das Staatstheater Cottbus ihren künstlerischen Werdegang. „Die Lausitz ist meine Heimat. Hier bin ich aufgewachsen, hier habe ich meine ersten Theatererfahrungen gesammelt“, beschreibt Ulrike Müller ihre enge Beziehung zur Region.

Seit mehr als 25 Jahren arbeitet sie im Theaterbereich als Schauspielerin, Regisseurin, Autorin und Leiterin partizipativer Kulturprojekte. Nach ihrem Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig und einem Regiestudium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin war sie unter anderem am Staatsschauspiel Dresden und am Stadttheater Bielefeld engagiert. Seit 2010 arbeitet sie als freie Regisseurin und Autorin für Theater und Hörspiel. 2022/2023 absolvierte Ulrike Müller eine berufsbegleitende Weiterbildung in Theater- und Musikmanagement an der LMU München. Von 2022 bis 2026 leitete sie die Bürger*Bühne in Oranienburg.

Ulrike Müller inszenierte an zahlreichen Bühnen im deutschsprachigen Raum, darunter am Hans Otto Theater Potsdam, am Staatstheater Cottbus, am Theater für Niedersachsen Hildesheim sowie mehrfach an der neuen Bühne Senftenberg. Inhaltlich setzt sie sich in ihren Arbeiten intensiv mit gesellschaftlichen Fragen, biografischen Stoffen, Strukturwandel und ostdeutschen Lebensrealitäten auseinander.

Für ihre künstlerische Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet. 2012 nominierte die Fachzeitschrift „Theater heute“ sie als „Beste Nachwuchsregisseurin“. Für ihr rbb-Hörspiel „Das Projekt bin ich!“ erhielt sie 2015 den Deutschen Hörspielpreis der ARD. 2022 folgte für eine weitere rbb-Produktion "Die Don Quijotinnen oder Was kostet die Kindheit?" der Juliane Bartel-Medienpreis vom Niedersächsischen Ministerium in Hannover. In den vergangenen Jahren entwickelte sie unter anderem für das Lausitz Festival, die neue Bühne Senftenberg sowie für die Bürger*Bühne in Oranienburg biografische Theaterprojekte über Heimat, Transformation und gesellschaftlichen Wandel.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, der Stadt Senftenberg und des Kulturministeriums, 18.05.2026

 

Ulrike Müller (c) Jan Lehmann