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Highlights der Lehre 2026

Ausgewählte kommentierte Vorlesungsverzeichnisse für das Sommersemester veröffentlicht

Auf der Startseite der HfS Ernst Busch www.hfs-berlin.de sind zum Start des neuen Semesters ausgewählte kommentierte Vorlesungsverzeichnisse der sechs Studiengänge einsehbar. Hier stellen wir einige Highlights aus der Lehre vor – Formate aus den Diplomstudiengängen Zeitgenössische Puppenspielkunst und Schauspiel sowie aus dem Master Spiel und Objekt werden von der Hochschule ins Rennen um den Landeslehrpreis Berlin 2026 geschickt.  

Gleich mehrere Highlights aus dem Diplomstudiengang Regie stehen für das internationale Profil der Abteilung: Das zweite Studienjahr Regie geht mit Schauspielstudierenden der renommierten französischen Theaterhochschule École nationale supérieure des arts et techniques du théâtre in einen Austausch. Für einen gemeinsamen Workshop im Juni fährt Prof. Robert Schuster als Teil des Austausches mit den Studierenden 14 Tage nach Lyon. Im Mai bekommt die Abteilung Regie für eine Woche Besuch von ca. 20 Studierenden aus Norwegen, Litauen, Finnland und Island. Zusammen mit Studierenden der HfS nehmen sie am Open Campus Programm des Theatertreffens teil und beschäftigen sich in drei flankierenden Workshops bei Greta Ómarsdóttir (Island) und Elina Izarra (Finnland) sowie bei Prof. Friederike Heller mit verschiedenen Perspektiven auf Narrative: decolonial, feministisch, deutsches Regietheater (Geschichte des deutschen Theaters). 

Die Werkstattlehre nimmt eine besondere Stellung im Curriculum des Diplomstudiengang Puppenspielkunst ein. Das praktische-künstlerische Lehrformat unter der Leitung von Ingo Mewes wurde von der HfS für den Landeslehrpreis Berlin 2026 vorgeschlagenIn dem Fach erlernen die Studierenden des ersten Semesters den Umgang mit Materialien, Werkzeugen und Maschinen zum Bau von Puppen und anderen funktionalen Objekten. Besonderer Wert wird dabei auf die Funktionalität und die szenische Bespielbarkeit gelegt. Ziel ist die Anfertigung einer vollbeweglichen Spielfigur nach eigenem Entwurf. „Einer meiner Lieblingsmomente auf diesem Weg ist, wenn mir selbst beim Zeigen etwas misslingt…. Gemeinsames Forschen auf Augenhöhe, Testen unterschiedlichster Materialien, und neue Erkenntnisse aus Fehlern zu gewinnen sind wichtige Triebfedern meines Angebotes. Missgeschicke lustvoll mit den anderen teilen, um zu zeigen, welche Chancen daraus entstehen können, erhöht Frustrationstoleranz und Risikobereitschaft.“ (Ingo Mewes, Werkstattlehre)

Ebenfalls ins Rennen um den Landeslehrpreis Berlin 2026 geht das Lehrformat Klassenzimmerstück des Diplomstudiengangs Schauspiel. Das Klassenzimmerstück ist ein Wahlpflichtprojekt im Studiengang Schauspiel (5. Semester), in dem maximal vier Studierende unter intensiver Betreuung eine Inszenierung erarbeiten, die nicht auf der Hochschulbühne, sondern direkt in Berliner Schulklassen aufgeführt wird. Der von der Partnerschule gewählte Stoff, der sich orientiert an Lehrplan und Abituranforderungen, wird dramaturgisch analysiert und für die Aufführung im Klassenzimmer adaptiert. Die Studierenden erarbeiten gemeinsam eine Fassung, die ohne Bühnenbild und technische Ausstattung spielbar ist. Im Anschluss an die ca. 60-minütige Aufführung in den Klassenzimmern der Berliner Partnerschulen gibt es ein moderiertes Gespräch mit den Schüler*innen. “Das Spielen im Klassenzimmer fordert 100% Einsatz bei minimaler räumlicher Distanz zu einem ungefiltert direkt reagierenden Publikum. Das schult Resilienz, Humor und Spontaneität. Das anschließende Gespräch über den Stoff, die Aufführung und das Schauspielstudium ist für beide Seiten ähnlich wichtig wie die Aufführung selbst. Das ist im besten Sinn win win."  (Prof. Margarete Schuler, Abteilungsleiterin Schauspiel)

In einer Kooperation mit der Kustodie der TU Dresden erkunden Studierende des maC Master Choreographie neue Wege der Wissensaneignung und -vermittlung. Das Projekt verbindet wissenschaftliche Sammlungen mit körperbasierter Forschung und eröffnet dabei innovative Perspektiven darauf, wie insbesondere choreographische Ansätze andere Wahrnehmungsweisen erschließen. Die Studierenden arbeiten in den Räumen der TU Dresden und entwickeln choreographische Zugänge zu ausgewählten wissenschaftlichen Sammlungen und deren Objekten. Durch die Einbindung der Dresdner Tanzszene als weiterem Partner entsteht zudem eine produktive Verbindung zur lokalen Tanzlandschaft.

Das Highlight im Masterstudiengang Spiel und Objekt – Experimental Play ist das Festival der Masterarbeiten im Juli. Im bat-Studiotheater präsentieren die Studierenden theatrale und interaktive Arbeiten, die sie im Rahmen ihrer Masterprojekte entwickelt haben. Das Format und die thematische Ausrichtung des Festivals wird gemeinsam im Jahrgang entwickelt. Parallel zum Festival findet in diesem Jahr ein Sommersymposium statt, welches Pädagog:innen, Denker:innen, Kurator:innen, Designer:innen und Künstler:innen aus verschiedenen Bereichen zusammen bringt, u.a. aus performativen und digitalen Künsten, sozial engagierter Praxis und spekulativem Design.

Zu den ausgewählten KVVs. 

 

Werkstatt Puppenspielkunst (c) Barbara Braun