Sophia Neises

"Inklusion in der Lehre der Theaterkünste"

Sophia Neises ist freischaffende Performerin, Choreografin, Access-Dramaturgin, Theaterpädagogin (MA Universität der Künste Berlin) und Behindertenrechtsaktivistin im Kulturbereich. Seit 2015 lebt und praktiziert sie in Berlin. Unter anderem entwickelt sie seit 2016 mit der*dem Choreograf*in Zwoisy Mears-Clarke die Tanzform „Non-visual Dance”. 2019 kollaborierte sie mit Jess Curtis/Gravity in der Performance „(In)visible“ zur Untersuchung einer barrierefreien Ästhetik von Tanz für ein Blindes und Sehbehindertes Publikum. Seit dem begann für sie die Auseinandersetzung mit dem Spektrum Audiodeskription als Barrierefreiheitsangebot und Audiodeskription als Kunstform. So kollaborierte sie 2021 mit Ursina Tossi und 2022 mit Michael Turinsky in Tanzperformances auf Kampnagel Hamburg, wo sie in künstlerischer Zusammenarbeit eine poetische, in den Sound eingebettete, Audiodeskription verwirklichte. Sie identifiziert sich als Behinderte Künstlerin und regt an, die individuellen Wahrnehmungsstile von Menschen im höchsten Maße wertzuschätzen und bedingungslosen Zugang zu Kunst schon im Prozess zu kreieren.

Porträt Sophia Neises
Sophia Neises, freischaffende Performerin, Choreografin, Access-Dramaturgin und Theaterpädagogin © Dieter Hartwig